ANATOMIE EINES AUFSTANDS – KOHLHAAS

Kohlhaas entfesselt einen Sturm der Rechtlosen gegen die Ungerechtigkeit. Er wird zum Gejagten der Staatsgewalt.

Wie gehen Menschen, die ein Staat zu wenig geschützt hat, mit dem Unrecht um?
Wieder verbindet das Kanaltheater aktuelle Interviewtexte mit fiktivem Material und entwickelt einen zugleich unterhaltsamen wie tiefgründigen Abend über das Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit, Gewaltmonopol des Staates und Gesellschaftsvertrag und dem Recht auf Widerstand und Rache.

PREMIERE: 29.9.2017  20 Uhr
VORSTELLUNGEN: 1.10. 17 Uhr/ 5.10./ 6.10./20.10./ 21.10.2017 20 Uhr
Halle 33 oben (Kranbau), Zugang über Boldtstr. 20, 16225 Eberswalde

„Wäre Kohlhaas heute nicht eher Pegida und nicht Revolutionär als der er so oft interpretiert wurde? Wann und wie darf ich mein Recht in die eigenen Hände nehmen, wenn der Staat, dem diese Aufgabe in der Gewaltenteilung zukommt, nicht erfüllt? Wenn er mich vor erlittenem Unrecht nicht schützen kann oder mir nicht zu meinem Recht verhilft. Wo fängt mein Recht, meine Pflicht auf Widerstand an und wo hört es auf? Wo findet sich eine moralische Instanz? Sollten wir die einfachen Antworten vermeiden, wenn wir uns ernsthaft mit gesellschaftlich relevanten Fragen auseinandersetzen wollen?“ Regieteam

Das Team des Kanaltheaters blickt gnadenlos scharf auf die Verhältnisse, aber mit dem schrägen Witz und trashig-rauen Charme des Punkrock-Theaters. Fiktive Elemente stehen neben aktuellem Interviewmaterial, Originaltexte von Heinrich von Kleist prallen auf die schnörkellos direkte Sprache der Kanaltheaterspieler*innen.

Musikalisch sorgen wie immer Anastasia Suvorov und Ansgar Tappert für kraftvolle Sounds der Liveband. Für eine außergewöhnliche Ausstattung zeichnet Lea Walloschke (aus dem Künstler-Kollektiv KOIKATE) verantwortlich. Alles zusammen ist ein fulminanter Theaterabend zu erwarten.

Das Kanaltheater verlässt für diese Inszenierung seinen angestammten Platz und spielt in Halle 33 des ehemaligen Kranbau Eberswalde.

ES SPIELEN: Abdirahman Mohamoud Aden, Cathrin Clift, Denny Eggert, Simon
Fleischhacker, Nele Hamann, Kai Jahns, Keule, Jan Noack, Susanna Schmidt, Anna
Siegenthaler, Paula Thormann und als Gäste Ralph Boleslawsky, Richard Kettner &
Marlena Wessollek BAND: Franziska Brose, Buche, Lars Kroll, Alexander Reichert,
Anastasia Suvorov, Ansgar Tappert u.a.
Regie Heike Scharpff, Dramaturgie Katja Kettner, Produktion Kai Jahns – cultivarea
culturii – Kulturmeisterei , Ausstattung Lea Walloschke (Mitarbeit: Lena Bing), Musik
Ansgar Tappert & Anastasia Suvorov, Video: Sebastian König, Regieassistenz &
Choreographie Polyxeni Angelidou, Licht Matthias Ameis, Bühnenbau/Technik
Carsten Jess, Grafik: Carrascal-Dindin, Franziska Brose Öffentlichkeitsarbeit & Fotos:
Ulrich Wessollek
Text nach und mit Fragmenten von Heinrich von Kleist, weitere Texte: Katja Kettner,
Heike Scharpff, Kai Ivo Baulitz und Ensemble / Die aktuellen Texte entstanden nach
einer Interviewrecherche. Wir danken allen unseren Gesprächspartner*innen.
Ein Projekt der Bürgerstiftung Barnim-Uckermark / Gefördert vom Ministerium für
Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, dem Fonds Soziokultur e.V., dem Landkreis Barnim, der Stadt Eberswalde und der SGI-Streletzki-Gruppe.

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